Teilen | .
 

 Fools in the End

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach unten 
AutorNachricht
Gast


BeitragThema: Fools in the End   Mo Jul 21, 2014 10:01 pm

Nur sehr leise vernahm man das Keuchen des jungen Mannes, der seinen Körper immer und immer wieder an einer horizontal angebrachten Metallstange emporhob. Rhythmisch spannte und entspannte das athletische Muskelgebilde seines Rückens, während seine Arme nicht weniger imposant ungeachtet der starken Hitze den Hauptteil der Arbeit verrichteten. Schweiß rann den Körper hinab. Jedes der vielen Rinnsale glänzte im Schein der Sonne wie flüssige Diamanten, sammelte sich in den muskulösen Furchen und verstärkte die Wirkung des Reliefs, dass der Silhouette des Mannes eine Textur gab.
Caine trainierte sehr oft an diesem Ort. Oder vielleicht besser gesagt kam er oft als Teil seines Trainingsprogrammes hier her, der aber gleichzeitig noch die Anreise und Abreise von und nach Trost beinhaltete. Einmal von Norden nach Süden innerhalb der Mauer. Ein sehr optimistisches Unterfangen mochte manch einer sagen, doch diese Zeiten waren vorbei und das sah man dem jungen Man auch an. Mittlerweile hatte auch das seine Herausforderung verloren und war, wenngleich noch immer eine große Anstrengung, nicht mehr mit dem Glücksgefühl verbunden es am Ende des Tages durchgezogen zu haben. Denn wenn Caine das wirklich wollte schaffte er das auch.

Plötzlich hielt seine Bewegung inne. Die Finger des Trainierenden öffneten sich und ließen ihn mit den Füßen zurück auf festen Boden fallen. Eine kleine, dichte Wolke stob von dem staubigen Boden auf, auf welchem nichts weiter gedeihte als einige Büschel verdorrten Grases. Wenn man das wirklich gedeihen nennen konnte. Die rissige Erde schrie förmlich nach Wasser und Regen, genau wie Caines Körper. Reglos blieb dieser einige Momente stehen und ließ seinen ausdruckslosen Blick über den kleinen Platz vor ihm streifen, der für gewöhnlich eine kleine Grünstelle darstellte. Vielleicht so etwas wie ein Park, nur etwas kleiner. Doch von saftigem Grün war nichts zu sehen. Ein einziger, kleiner Baum dessen Wurzeln scheinbar tief genug hinab reichten hatte eine kleine, jedoch nicht gerade üppige Krone. Der Rest aber, ob Busch oder Gras hing schlaff herab, hatte seine Farbe verloren und war einem trüben Braun gewichen, dass sich problemlos mit der Hässlichkeit des Untergrundes hätte messen können.
Caine befand sich auf so etwas wie einem kleinen Spielplatz. Zwei Bänke standen an einem Rundweg daneben und auch wenn dieser Ort immer noch einladender wirkte als die Monotonie der Siedlungen innerhalb der Mauer, wie er fand, so war er dafür doch sehr allein. Ein älterer Mann saß dort und beobachtete ihn, wie er es eigentlich immer tat wenn Caine diesen Ort besuchte, genau wie eine kleine Gruppe von Teenagermädchen, die ihn seit geraumer Zeit auch immer mehr auf die Nerven fiel mit ihrem Getuschel. Wenige lässige Schritte trennte ihn von dem Bündel in welchem er seine Habseligkeiten aufbewahrte. Aus ihnen kramte der junge Mann einen recht großen Trinkbeutel und beugte sich nach vorne. Wie flüssiges Leben ergoss sich das kühle Nass über den schwarzen Haaren des Diebes und weckte seinen doch recht erschöpften Geist mit neuer Energie. Tiefentspannt durch die willkommene Abkühlung wischte sich Caine die Haare aus dem Gesicht und setzte den Beutel schließlich an seine Lippen. Gierig sprang sein Adamsapfel auf und ab, während das Wasser nun auch in seinem Inneren begann neue Energie zu spenden. Aus seinen Mundwinkeln tropften Perlen der klaren Flüssigkeit auf die enge schwarze Hose, die sich in lockeren ebenso schwarzen und kurzen Stiefeln verlor. Eigentlich war es viel zu heiß um mit dem Training fortzufahren. Einige der Tropfen hatten sich bereits wieder verflüchtigt, als Caine seinen Trinkschlauch abgesetzt hatte. Doch was gab es hier? Eigentlich hatte der junge Mann Utopia nur zu Trainingszwecken besucht...
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Mo Jul 21, 2014 10:56 pm

Getrieben von dem elendigen Durst und der unnachgiebigen Hitze durchschrat Talissa ihre Heimatstadt. Rechts und links, Schweiß. Überall Schweiß. Dieser Tag war einer der heißesten des Jahres. Auf den gepflasterten, teilweise löchrigen Straßen von Utopia war es heute erstaunlich leer. Nur vereinzelt zogen Zivilisten von der einen zur anderen Seite. Genervt zogen hinter ihr, ihre sechs Leute hinterher. 2 Frauen und 4 Männer. Nicht die fleißigsten. Aber auch nicht die nervigsten. Im großen Ganzen, war sie mit ihnen zufrieden. Langsam schlenderten sie ihre Route entlang. Dabei versteckten sie sich möglichst im Schatten der Häuser. In letzter Zeit wurde die Sonne immer unerträglicher. Immer wärmer wurde es. Dieses Jahre gab es einen Sommer, der sein Versprechen hielt. Die einzelnen Schweißtropfen, die ihre Stirn herunterkullern wollten, wurden mit einem einzigen Zug ihrer Hand fortgewischt. Ledigdlich ein paar Haarsträhnen hingen ihr ins Gesicht. Vergeblich versuchte sie diese wieder hochzublasen. Kurz darauf gab sie jegliche Versuche auf. Ihre schwarzen Haare waren zu einem Pferdeschwanz zusammengebunden. Ihr recht gut gebauter Körper, war von der Uniform der Mauerwache umhüllt. An verschiedenen Stellen prangerte das Wappen der Garnison. Die ikonische Rose. Noch immer war Talissa innerlich verärgert, dass sie und ihre Männer zu dieser Patrouille verordnet worden sind. Ihr Vorgesetzter hatte wahrscheinlich von ihrem Wutanfall vor einiger Zeit erfahren. Schon eher frustriert marschierten sie weiterhin durch die engen Straßen Utopias. Die sonst so schönen Parks hatten bestimmt bei dieser Hitze ihr frisches Grün, gegen ein unschönes Rostbraun gewechselt. Trotzdem war es besser in einem Park zu spazieren, als diese eintönigen Gassen abzumarschieren. Spontan drehte sie sich zu ihrer Gruppe um und strich mit ihrer rechten Hand über ihre Haare. „Wisst ihr, geht schonmal weiter. Wir treffen uns wieder im Hauptquartier. Ich werde etwas spazieren gehen.“ Augenrollend akzeptierten die Soldaten ihre Aussage. Ohne zu zögern gingen die ebenfalls gestressten Leute weiter. Möglichst unauffällig huschte Liz in die nächstbeste Gasse. Die letzten Wasserpfützen befanden sich hier. Der Schmutz türmte sich schon beinahe und Talissa hätte schwören können, dass eine Ratte im Müll herumtobte. Schon immer war ihre Heimat eine Mischung zwischen Schönheit und Hässlichkeit gewesen. Dieses realistische liebte sie an dieser Stadt. Während sie die Gasse zum nächsten Park entlang ging verfiel sie ein wenig in Gedanken. In letzter Zeit war ihre Gesellschaft geschrumpf. Lediglich ihre Schwester Arla und die Leute von der Mauerwache leisteten Gesellschaft. Dawn und die meisten anderen ihrer Freund waren weitergezogen, oder zumindest nicht in der Nähe. Nachdem sie daran dachte, sank ihre Laune wieder ein wenig. Zu ihrer Erheiterung war die Strecke zum Park, keine lange gewesen. In dem ehemals grünen Fleck standen Bänke und andere dekorative Gegenstände. Wobei dies auch eher spärlich wirkte. Eine Gruppe jugendlicher Mädchen treibte sich dort herum. Ein alter Mann befand sich auf der Bank. Als Talissa dann mit ihrem Blick den ganzen Platz betrachtete, fiel ihr doch noch eine interessante Person auf. Ein muskulöser Mann, am Oberkörper unbekleidet. Zudem hatte er etwas mysteriöses. Etwas, was die anderen Anwesenden nicht hatten. Ein erfreutes Lächeln betrat ihr Gesicht. Daraufhin näherte sie sich dem Mann. Leicht schüchtern hielt sie mit der einen Hand die andere und stellte sich ein klein wenig nervös vor ihn. Mit freundlicher Stimmte sagte sie: „Hi, ich bin Liz. Ich sehe, du trainierst.“ Ihre stahlgrauen Augen sendeten ironischerweise einen unschuldigen, staunenden Blick aus. Mit Mühen versuchte sie ihre Augen auf sein Gesicht zu richten. Sanft auf ihre Unterlippe beißend, versuchte sie nicht aufdringlich zu wirken, lediglich interessiert.
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Mo Jul 21, 2014 11:28 pm

Gerade als Caine wirklich beschlossen hatte nicht mit seinem Training fortzufahren und er in Gedanken schon dabei war darüber nachzudenken wohin er in Utopia wohl zuerst gehen würde, wurde er auf eine Frau aufmerksam, welche er in seiner hockenden Haltung zuerst nur anhand ihrer hohen Stiefel wahrgenommen hatte. Etwas geblendet schaute der junge Mann empor und blieb an der braunen Färbung ihrer Uniform hängen. Bei einem Mann mit seinen Tätigkeiten und anhand der unverhofften Begegnung erschrank er sich kurz, ohne sich dabei nach außen hin etwas anmerken zu lassen. Schließlich konnte man ja nie wissen! War er vielleicht als Caine aufgeflogen oder war sie bloß aus Interesse hier? Die Frage klärte sich bereits einen Bruchteil einer Sekunde später, nämlich als sein Blick weiter empor glitt in das Gesicht seines Gegenübers. Durchaus ansehnlich wie er fand und weitaus attraktiver als diese nervigen Teenagerweiber, die in ihrem Gegacker verstummt waren. Sehr zur Freude des jungen Mannes der stumm in sich hinein grinste. Er grinste schief, ausdruckslos und examinierte die Art der Frau vor ihm stand und ihn angesprochen hatte. Caine war leider nie sonderlich gut darin gewesen Menschen zu lesen, ließ sich aber auch selbst nur schwer aus der Reserve locken, was dies zumindest ein wenig wieder ausglich. Die Stirn des Diebes war in Falten gelegt und er machte keine Anstalten sich aus seiner Hocke zu erheben.
"Ahmpf", bestätigte er die Frucht ihrer unfassbaren Auffassungsgabe mit einem komischen aber genügsamen Laut, doch Caine weigerte sich die Frau gleich als Früchtchen abzustempeln, denn er kannte das Phänomen schließlich und genauso kannte er auch die Wirkung die er bei Frauen hinterließ. Sein Ausdruck wechselte kaum merklich in etwas wissendes und für einen kurzen Moment erwiderte er einfach schweigend ihren Blick. Meist verunsicherte so eine kleine Phase des Schweigens sein Gegenüber, doch der junge Mann mochte das. Der Trinkbeutel rutschte aus seinen Händen zu Boden und er griff nach einem weißen Hemd, dass er sich noch in der Hocke überstreifte. Caine erhob sich, krempelte die Ärmel nach oben und ließ bei zuknöpfen mit Absicht einen weiten Ausschnitt nach unten offen.
"Hallo Liz.", durchbrach er endlich das Schweigen und er schnalzte mit der Zunge, Ich bin Anselm und ich sehe du bist Wache!"
Belustigt wurde sein Grinsen breiter ob dieses Scherzes, der vermutlich nicht wirklich gut bei seinem Gegenüber ankommen würde, aber was sollte es? So eine Chance ließ er nicht einfach so verstreichen. Mit der Rechten kratzte er durch seine kurzen Bartstoppeln und hob mit der Linken seinen kleinen Seesack mit seinen Habseligkeiten an und warf ihn sich wie einen Sportbeutel über die Schulter.
"Und, Liz, wie kann ich dir helfen?"
Seine schwarzen Augen blickten starr in ihre stahlgrauen und das mit einem undeutbaren, etwas finsteren Ausdruck, der von einem verwegenen Gesichtsausdruck untermalt wurde.
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Di Jul 22, 2014 7:29 am

Der Mann sah zu ihr auf. Ihre Frage über das trainieren, wurde mit einem komischen „Ampf“ kommentiert. Schmunzelnd hob sie eine Augenbraue an. Die Phase des Schweigens brach an. Für eine Weile sagte keiner der beiden Gesprächspartner etwas. Schließlich zog der Mann sich ein weißes Hemd an und krämpelte die Ärmel hoch. Den Ausschnitt setzte er sehr tief. Zu Liz' Freude. Als er sich dann als Anselm vorstellte und sie ebenfalls begrüßte, strich sich Talissa fröhlich die Haarsträhnen an die Seite und sah zu ihm hinab. Er fragte sarkastisch danach, ob sie Wache sei. Beschämt senkte Liz den Kopf. Sie kam dumm rüber. Schüchtern murmelte sie: „Ja, ich bin von der Mauerwache, wie man sehen kann.“ Ein Schmunzeln war auf ihrem Gesicht zu sehen. Noch immer etwas verlegen schaute sie wieder auf Anselm. Er nahm seinen Seesack und sah sie finster und verwegen an. Er fragte nach ihrem Grund, ihn anzusprechen. Die Worte suchend, baute Liz einen Satz, den sie schon beinahe flüsterte und sich kaum traute zu sagen. „Ich war nur hier auf einen Spaziergang und ich finde es schöner, wenn man dabei Gesellschaft hat.“ Nun hoffte sie darauf, dass er dies als indirekte Frage ansah und diese beantworten würde. Er schien eine, um Weiten, spannendere Person zu sein, als sämtliche andere Besucher des Parkes. Aber warum war sie denn so schüchtern? Normalerweise hatte sie ein viel größeres Selbstvertrauen. Wahrscheinlich hätte sie auch ihren Sarkasmus spielen lassen. Doch irgendwie tat sie das nicht. Talissa stand nervös da und lächelte Anselm leicht an. Dabei hatte sie die Befürchtung, dass er sie als Mauerblümchen abstempeln würde. Doch wenn sie jetzt normal handeln würde, wäre dass noch viel schlimmer, dachte sie. Nach einer kurzen, sprachlosen Zeit sah sie sich um und musterte dabei den Park. Er war zwar klein, dennoch größer und schöner, als die anderen Parks in Utopia. Vielleicht würde er sie begleiten auf ihrer Route. Für kurze Zeit kratzte sie sich nervös am Nacken. Dann formulierte sie das alles nochmal als Frage um: „Möchtest du mich begleiten?“ Ihre stählernen Augen glänzten ein wenig. Sie wirkten nun wie Silber.
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Di Jul 22, 2014 1:51 pm

Eigentlich veränderte sich Caines Gesicht wenig, als er seinem Gegenüber zuhörte, doch irgendwie hellte sich sein Ausdruck ein wenig auf. Es war schon fast lustig wie sie vor ihm stand und es war auch jedes Mal das gleiche mit ihm. Die Aufmerksamkeit die man ihm schenkte genoss er jedes Mal aufs neue. Wieder schnalzte Caine mit der Zunge.
"Klar, warum nich'?", gab er zurück und passte den Sitz des Seiles über seiner Schulter an, dass im Bund seines zerschlissenen Seesacks verschwand, "Wenns hier irgendwo nen See gibt oder zur Not tuts auch einfach der Fluss. Ich muss mich mal abkühlen und Schweiß auf der Haut is auch ziemlich beschissen, Kleine, ich glaube du verstehst das..."
Caine zwinkerte Liz zu, wobei sein Grinsen etwas breiter wurde. Jetzt eine komplette Abkühlung wäre in der Tat ein Geschenk der Götter. In voller Vorfreude konnte ihm eigentlich nichts mehr den Augenblick verderben, selbst wenn diese junge Frau hier auch eine völlige Idiotin sein sollte, was der Dieb aber nicht hoffte.
"Und ein kühles Bier wäre vielleicht auch nicht schlecht... natürlich nur wenn du Bock hast...
Ihm fiel auf, dass er im Prinzip vorgab wohin sie zu gehen hatte, obwohl er eingeladen wurde. Nichtsdestotrotz war es ihm egal, er kannte Liz nicht, hatte sie noch nie gesehen und wenn das ganze hier nicht gut ausging, dann kümmerte ihn das wenig. Es gab noch so viele Frauen innerhalb der Mauer...
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Di Jul 22, 2014 3:31 pm

Nachdem Caine zustimmte, sie zu begleiten, kam in Liz' Lächeln eine weitere Ladung Freude hinzu. Er wirkte ganz nett. Kurz darauf fragte er sie nach einem Gewässer zum Abkühlen. Für einen Moment grübelte Talissa nach. Dann schoß sie ohne zu zögern los: „Ja klar. In der Nähe ist ein kleiner Teich. Wenn du möchtest, können wir dorthin gehen.“ Selbstverständlich konnte sie ihn hin führen. Er würde baden gehen. Der Gedanke gefiel ihr und daraufhin zwinkerte sie ihm zurück. Scheinbar hatte Anselm das Verlangen nach einem kalten Bier. Mit leuchtenden Augen sah sie ihn an. Zwar war sie keine Alkoholikerin, aber wenn sie Bier trank, dann trank sie die meisten unter den Tisch. Jedoch wollte sie sich zurückhalten. Ebenso wie sie es mit der Zurückhaltung in diesem Moment tat. Momentan hatte sie sowieso wenig Lust auf Bier. Eher würde sie gerne normales, kaltes Wasser trinken. Es fiel ihr erstaunlich leicht, dass Dummchen zu spielen. Irgendwie machte es ihr auch Spaß. Das würde eine große Überraschung abgeben, wenn sie ihr wirkliches Verhalten zeigen würde. Doch nun spielte sie weiter die unschuldige Soldatin. Mit einer freundlichen Geste wies sie ihm den Weg in Richtung Teich. Er war bestimmt kein Soldat. Aber sie wollte nicht weiter darüber nachdenken. Mehr dachte sie an das kühle Nass des Gewässers. Ihre Uniform war wahrscheinlich auch schon durchgeschwitzt. In ihrem Gesicht war ein aufgeregtes Grinsen zu erkennen. Hoffentlich schreckte sie ihn nicht ab.
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Di Jul 22, 2014 4:08 pm

"Na wunderbar!", sagte Caine und signalisierte Liz mit einem Zwinkern, dass er bereit war ihr zu folgen. Sie fasste es auf und schickte sich an ihm den Weg zu weisen. Es war in der Tat nicht weit und das war auch gut so. Die Hitze war wirklich eine Bürde und mehr als einmal kramte der junge Mann seinen Trinkbeutel heraus und stillte seinen Durst. Das Training hatte ebenso Spuren hinterlassen. Seine Arme waren etwas schwach ob der vergangenen Anstrengung, doch dieses Gefühl war Caine mehr als nur vertraut. Wie immer würde es sich nach einiger Zeit legen. Während sie liefen beobachtete er aus dem Augenwinkel seine Begleiterin. Sie machte in der Tat keinen schlechten Eindruck, war hübsch und gut gebaut, doch auch irgendwie schwer einzuschätzen. In seiner Überheblichkeit was Frauen anging kehrte der junge Mann die Gedanken einfach beiseite. Sie stand auf ihn. Das war für ihn klar und daran gab es auch nichts zu rütteln in seinem Verständnis. Und wenn er so recht darüber nachdachte war Liz wirklich keine schlechte Wahl! Scherzhaft ärgerte sich Caine innerlich nicht auch zur Wache gegangen zu sein, denn dort waren scheinbar nicht unbedingt wenige gutaussehende Frauen! Aber das stand für ihn nie zur Debatte. Diese Gesellschaft hatte seine Hilfe nicht verdient und er würde seine Meinung nicht ändern...

Beide erreichten den kleinen Teich nach wenigen Minuten und Caine sog Luft zwischen den zusammengepressten Zähnen hindurch. Genau das was er brauchte! Allerdings anstatt wie von allen guten Geistern verlassen alles fallen zu lassen und in das Wasser zu hüpfen behielt er Ruhe und vor allem seinen ganz eigenen, von Eitelkeit getriebenen Stil.
"Dank dir, Kleine...", sagte er zu Liz, zwinkerte ihr zu und setzte ein verwegenes Lächeln auf. Langsam glitt der Seesack zu Boden und Caine begann sich ganz langsam das Hemd aufzuknöpfen.
"Dauert nich lange, wenn du mitkommen willst, du bist eingeladen."
Sein Grinsen wurde noch verwegener und das Hemd fiel ebenso zu Boden, wie Hose und Schuhe. Trotz der Tatsache, dass einige Leute dem Ort zugegen waren machte es dem jungen Mann nichts aus seine Hüllen fallen zu lassen, sodass er schließlich einfach ganz nackt in den Teich sprang. Nicht schnell, nicht überhastet, sondern einfach entspannt und ohne seine Wirkung auf Andere zu verlieren.
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Di Jul 22, 2014 5:03 pm

Gelassen führte Talissa Anselm durch die Gegend in Richtung des Teiches. Die Reise der beiden ging durch enge Gassen, Straßen und über eine Brücke, die den Kanal überquerte. „Hier kannst du leider nicht baden.“ Brachte sie ihm grinsend entgegen. Schließlich setzte sie ihre Route fort und wanderte weiter die Straße entlang. Hinter ihr ging Anselm her. Er beobachtete sie. Dazu musste sie sich nicht einmal umdrehen. Ein verschmitztes Lächeln wurde von ihrem Mund gebildet. Sie freute sich darüber. Talissa war sich ziemlich sicher, dass Anselm sie wenigstens einigermaßen mochte.  Nach einer Weile kamen sie am Teich an. Um ihn herum lag eine idyllische Wiesenlandschaft. Einige Leute waren in der Umgebung. Normale Zivilisten. Abwartend beobachtete Liz ihren Begleiter. Als dieser sich kurz darauf anfing auszuziehen. Warf sie einen überraschten Blick in seine Richtung. Er traute sich vor allen Leuten, die sich hier aufhielte, komplett auszuziehen. Mutig, dachte sich Talissa. Bevor er dies tat, bedankte er sich bei ihr und lud sie ein auch reinzukommen. Daraufhin antwortete sie besonnen und mit einem Zwinkern: „Für dich doch immer. Vielleicht komme ich auch rein.“ Nun stand Anselm splitternackt dort. Staunend schaffte sie es nicht ihre Augen auf etwas anderes zu konzentrieren. Wieder biss sie sich auf die Unterlippe. Erst musste sie den Mut zusammensuchen, um das gleiche zu machen. Tief atmete sie ein. Eilig zog sie sich die Jacke aus. Dieser folgten die Stiefel, Hemd und Hose. Selbst die Unterwäsche musste sie peinlicherweise ausziehen. Zuerst kniete sich hin, um die intimsten Bereiche zu verdecken. Ihre Wangen erröteten vor Scham. Was tat sie da? Mitten in der Öffentlichkeit? Ein erneuter tiefer Atemzug und dann lief sie mit hoher Geschwindigkeit ins Wasser. Dabei achtete sie darauf, dass ihre Haare nicht allzu nass wurden. Beschämt lächelte sie Anselm an und hielt sich über Wasser. Letztendlich konnte sie nur hoffen, dass das Wasser nicht zu klar war. Der Anblick von ihm ebend, hatte ihr auf jeden Fall gefallen.
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Di Jul 22, 2014 6:15 pm

Caine freute sich, dass Liz nicht so verklemmt war wie andere Frauen und ihm sogar nachfolgte. In der Tat war er sogar ziemlich angetan von ihrer Art. So angetan, dass er sogar kurz erstaunt Blickes innehielt und wie versteinert ihre Bewegungen beobachtete. Natürlich ließ er sich dieses Kino nicht entgehen. Eine Frau entkleidete sich unmittelbar vor seinen Augen und ganz gleich ob sie vielleicht nicht ganz nackt sein würde, Liz war klasse. Ihre braune Jacke fiel zu Boden und auch nach und nach der Rest ihrer Kleidung. Darunter erkannte Caine ausgeprägte weibliche Rundungen und sehr trainierte Muskeln. Nicht übertrieben, nein, eher ganz genau richtig so, dass sie ihre feminine Seite in keinster Weise verlor, man es aber doch genau erkannte. Sie stand da, in Unterwäsche und in ihrem Gesicht konnte man die Scham sehen und in seinem Kopf fantasierte der junge Mann schon wie es wohl wäre wenn es weiter gehen würde... Sie kniete sich hin und Caines Mund öffnete sich leicht verführerisch als sie Hand an den spärlichen Rest ihrer Kleidung legte. Dann war sie nackt. Genau wie er. Ein anerkennendes Pfeifen entwich seinen Lippen und sie rannte in hoher Geschwindigkeit ins Wasser. Amüsierte beobachtete der Dieb das sich ihm bietende Schauspiel und grinste.
"Verdammt heiß...", sagte Caine und nickte ihr zu, während er sich das schwarze Haar ein wenig aus dem Gesicht wischte. Dass seine Aussage eindeutig zweideutig war wusste er sehr genau, doch er meinte es eigentlich nur auf die unanständige Art und das auch mit vollem Ernst. Liz sah ziemlich gut aus und dass dieses Treffen so ungeniert verlief war ganz nach seinem Geschmack. Immerhin hatten sie gerade einmal gefühlte drei Worte gewechselt und schon waren beide nackt zusammen baden! Wunderbar!
Caine tauchte unter und schwamm in dem doch recht trüben Wasser in ihre Richtung. Die Kühle erfrischte ihn und reinigte ihn von dem lästigen Schweiß, gab ihm Energie. Dort wo er war, ungefähr in der Mitte des Teiches konnte er schon nicht mehr stehen. Unmittelbar vor ihr tauchte der Dieb wieder auf. Alle Blicke waren in einer Mischung aus Empörung und auch Interesse auf sie gerichtet. Er ignorierte das dezent und grinste einfach nur verwegen.
"Ich weiß nich' wies dir geht aber ich sollte vielleicht öfter nach Utopia kommen, was meinst du?", sagte er scherzhaft, sodass man seine Gedanken nur schwer deuten konnte, wenn man einmal von natürlichen Verlangen absah.
Der halbe Meter der noch zwischen ihnen lag wurde von seinem Arm spielerisch überwunden, indem er vorsichtig eine nasse Strähne ihres Haares aus ihrem Gesicht wischte.
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Mi Jul 23, 2014 7:32 am

Nachdem Talissa die Augen wieder geöffnet hatte und einen Blick um sich herumwarf, schaute sie ihn die Richtung von Anselm. Er gab einen Spruch von sich, aus dem man sein Verlangen sofort heraushören konnte. Während er durch den Teich schwamm, ging sie immer tiefer in den Teich hinein. Nun kommentierte sie hämisch: „Findest du?“ Das Wasser war wie eine Erlösung. Diese Kälte kühlte sie auf eine erfrischende Weise ab. Aus ihrer Sicht war es keine schlechte Idee gewesen hierherzukommen. Auch wenn von allen Seiten abwertende Blicke kamen. Obwohl die beiden sich keine 20 Minuten kannten, waren sie schon zusammen nackt schwimmen gegangen. Das war halt ihre Art. Wenn ihr etwas gefiel, wollte sie es sofort haben. Kurze Zeit später tauchte der junge Mann kurz vor ihr auf. Liz lächelte ihn charmant an, während er ihr die Haare aus dem Gesicht strich. Sanft legte sie dabei ihre Hand auf seine. Einen tiefen Blick warf sie mit ihren stahlgrauen und doch keinesfalls langweiligen Augen in die Seelenspiegel ihres Gegenübers. Lächelnd gestand sie: „Ich würde mich sehr freuen, wenn du öfters nach Utopia kommen würdest.“ Dann schloss sie die Augen und genoss die Berührung Anselms auf ihrer Stirn. Danach legte sie wiederum ihre Handfläche auf seine Wange und schaute ihn bedeutungsvoll an. Ein kribbeln durchfloss ihren Körper. Definitiv stand sie auf ihn. Er war auch klasse. Super Körper und seine Persönlichkeit schien auch nicht verachtbar zu sein. Während sie ihm wieder ein kleines Stück näher kam, meinte sie nur lächelnd: „Wir sollten uns unbedingt näher kennenlernen.“ Und sah ihm weiterhin in die Augen.
Nach oben Nach unten
Gast


BeitragThema: Re: Fools in the End   Mi Jul 23, 2014 5:51 pm

Seine Haut berührte die Ihre. Caine liebte dieses Gefühl, wenn er das Objekt welches sich in den Bereich seiner Begierde stahl wahrhaftig spürte, es in Händen halten konnte. Das brachte das Diebsein wohl mit sich und hin und wieder wurde aus diesem Objekt eben eine Frau. In diesem Falle Liz. Sie legte ihre Hand auf die Seine. Ihm gefiel die Art dieser Frau und gleichzeitig fragte er sich warum nicht alle so entspannt mit ihren körperlichen Verlangen umgehen konnten. Das würde manch einen Kneipenaben sehr erleichtern, wenngleich Caine für gewöhnlich nur wenige Schwierigkeiten in solchen Dingen hatte... wie man hier auch erkennen konnte.
"Mir gefällt die Art wie du näher kennenlernen definierst, Liz, sehr gut sogar..."
Langsam, wie man sich eben in Wasser bewegte, überwand Caine auch das letzte bisschen Abstand zwischen ihm und ihr, grinste und umschlang sanft mit beiden Händen ihren Rücken. Verführerisch glitten sie an ihr herab, während er ebenso geheimnisvoll ihren Blick suchte.
"Lernen wir uns gleich hier kennen, oder gehen wir zu dir?"
Caines Männlichkeit regte sich, doch es wäre mit Sicherheit auch sehr eigenartig wenn dem nicht so wäre, bei all dem was seine Augen erblickten und seine Hände erspürten.
Um sie herum regte sich aufgeregtes Getuschel und manch einer sogar verliess entrüstet und schnellen Schrittes den Platz. Caine kümmerte das nicht, schließlich wusste er dass ihn jeder beneidete. Dafür hatte er immerhin auch viele Stunden harter Arbeit auf sich genommen und das Tag für Tag, Jahr für Jahr.
Nach oben Nach unten
Gesponserte Inhalte


BeitragThema: Re: Fools in the End   

Nach oben Nach unten
 

Fools in the End

Vorheriges Thema anzeigen Nächstes Thema anzeigen Nach oben 
Seite 1 von 1

Befugnisse in diesem ForumSie können in diesem Forum nicht antworten
 ::  :: » Archiv-