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 Defekt

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Gast


BeitragThema: Defekt   Mo März 24, 2014 2:39 pm

Der frühe Morgen hatte der Landschaft einen nebligen Schleier umgelegt, begleitet vom feuchten Tau. Trotz der sanften Sonnenstrahlen, wurde die Kühle der vorherigen Nacht nicht vertrieben. Nicht gänzlich vertrieben war auch die Müdigkeit, die noch an Ymir haftete, obschon sie bereits seit einer Stunde mitsamt der restlichen Auszubildenden, durch die Gegend gescheucht wurde. Sie gähnte beherzt als sie in aller Ruhe ihren Weg fortsetze, dabei keinerlei Hektik aufweisend obschon ihr befohlen wurde, sich zu beeilen. Ymir befand sich auf dem Weg zur Schmiedin, da ihr Gerät ihr jeglicher Funktion untersagt hatte, doch sie nutze diese kurze Auszeit um zu trödeln. Im Gegensatz zu einigen anderen ihrer Mitstreiter, besaß sie nicht den Ehrgeiz um die Ausbildung mit einer hohen Platzierung zu beenden. Sie rieb sich ein Auge um die restliche Müdigkeit endlich los zu werden. Besonders wenn die Woche dem Ende neigte, merkte sie die allgemeine Erschöpfung. Ein metallisches Scheppern begleitete sie während ihres Weges, welches deutlich ihrer Ausrüstung zu zuordnen war. Selbst ein Laie, wie sie es war, konnte erkennen, dass sich irgendein Teil im inneren der Ausrüstung gelöst hatte und nun durch jede Bewegung hin und her rutschte. Sie blickte genervt zu der lärmenden Ausrüstung, doch diese schüchterte es nicht ein, sie lärmte wie eine Blechbüchse weiter. Verdammtes Teil… dachte sich Ymir und sah wieder auf das Gebäude vor ihr, in welchem ihre Ausrüstung repariert werden würde. Vielleicht, so dachte sie es sich, bekomme ich auch eine neue Ausrüstung… für Ymir erschien es hoffnungslos, diese Ausrüstung zu reparieren. Mehr noch als das scheppern, war das eigentliche Problem wahrscheinliche eine Spule, zumal die Seile an einer Seite nur schwerlich das Gehäuse verließen. Ymir seufzte. Eine Auszeit war zwar nett, doch viel lieber hätte sie irgendwo gefaulenzt, anstatt gleich auf die Ausrüstung zu warten. Des Weiteren, sie machte ein unzufriedenes Gesicht, mochte sie die Schmiedin nicht sonderlich.

Wie um dieser Unzufriedenheit Ausdruck zu verleihen, klopfte sie laut gegen die Tür. „Hey, jemand da!?“ rief sie noch ungeduldig hinterher. Sie vermutete, dass die Schmiedin schon wach war, schließlich konnte mit dem Beginn der Trainingsstunden der Ausrüstung etwas passieren, wie es bei ihr der Fall war, dennoch hoffte Ymir etwas darauf, dass sie die Schmiedin in ihrer morgendlichen Ruhe störte. Abwartend verschränkte sie die Arme vor der Brust und lehnte sich leicht gegen die an der Tür angrenzende Wand.
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Gast


BeitragThema: Re: Defekt   So März 30, 2014 6:19 pm

[ Ich bin wach! ]


Dichter Nebel hing über der Schmiede, als Leah heute morgen hinaus getreten war. Ihr erster gang führte sie zu der kleinen Scheune, in der König die Nacht verbracht hatte. Sie betrat das kleine, alt aussehende Gebäude und der Falbe kam ihr direkt entgegen. "Dir auch einen schönen guten Morgen." meinte Leah mit einem Lächeln auf dem Gesicht. Sie reckte ihre Finger nach dem Pferd und strich im Sanft über die Nase. "... eh..."  Sie drehte ihre Hand zu sich, sodass sie die Innenfläche sehen konnte und zog die Augenbrauen hoch. Öl? Dann sah sie wieder zu Königs Nase. Durch das sonst so saubere helle Fell zog sich ein langer schwarzer Strich. "Tut mir leid, mein großer." Leah hob ihre Hände zur Entschuldigung und lachte nervös. König verstand sie zwar nicht, aber man konnte sich ja trotzdem entschuldigen. "Nun will ich dich aber auch Raus lassen, das wetter war gar nicht so schlecht wie alle gesagt haben. Nur ein bisschen Windiger als sonst. Ich sollte mich nicht immer so auf das Wort der Händel verlassen, hm, was denkst du?" während sie Sprach ging sie auf die Tür zu und schob diese mit einem knarzen auf, sodass die beiden Pferde hinaus traten konnten. König preschte ungehalten an ihr vorbei. Nanu? Ihr blick ging durch die Scheune und das Pferd ihres Bruders tat es Leon gleich. Silver lag im Heu und wirkte nicht als wolle er sich bewegen. Leah zog die Augenbrauen ein weiters mal hoch. Das sich dieser blöde Gaul das dem Pferd auch so vormachen musste! Leon dieses faule Gör! Am liebsten hätte sie ihn jetzt harsch aus dem Bett gerissen. Aber der Gute war für einpaar Tage nicht da. Auftragsfertigung für die Mauer Garnison.

Nach dem sie das Wasser der beiden Pferde aufgefüllt hatte, Schritt sie durch den Nebel zurück zur Schmiede. Sie betrat das kleine Haus und atmete tief ein. Wenn Leon nicht da war, war es in die Schmiede immer so schrecklich kalt. Nicht nur weil der Ofen nicht heizte wenn ihr Bruder aushäusig unterwegs war. Allgemein war es Kalt. So lies sich Leah auf ihren Stuhl in der Werkstatt fallen und Steckte sich erst einmal Ausgiebig. Nachdem sie gestern bis Spät in die Nacht gearbeitet hatte fühlte sie jetzt überdeutlich wie ihr Müdigkeit in die Glieder kroch. Als sie Stand und sich bewegte, ging es noch. Doch jetzt wo sie saß und nur für einen Moment ihre Glieder entspannen wollte, merkte sie deutlich wie Kaputt sie noch immer war. Die Augen schließen. Nur für 5 Minuten und dann wieder an die Arbeit.

Ein Klopfen lies sie die Augen aufschlagen. Eine Laute stimme lies sie aufschrecken. Überschwänglich wollte sie Aufstehen, riss dabei ihren eigenen Stuhl um und mit lautem Poltern ging die Schmiedin zu Boden. Sie starrte einen Moment an die Decke und stöhnte schmerzlich auf. Langsam kämpfte sie sich auf die Beine. Verdammt. So viel zu den Fünf Minuten die sie ihre Augen schließen wollte. Während sie aus der Werkstatt nach vorn trat richtete sie sich ihren Zopf und griff im vorbeigehen nach ihrem grünen Kopftuch. Grade richtete sie sich ihre Strähnen, da sah sie auf und erkannte eine Rekrutin. Nur ihren namen wusste sie nicht mehr. "N'morgen." nuschelte sie mit dem Tuch zwischen den Lippen. Nachdem dann auch die letzten Stähnen ihrer blonden Mähne hinter den Ohren verschwunden waren und einigermaßen geplättet, wickelte sie sich das Band um den Kopf und verknotete es fest. Man sah ihr deutlich an wie durcheinander sie eben noch gewesen war, vor allem an ihren Haaren... und vielleicht an der Tatsache das sie Ölflecken an den Fingern hatte, sowie eine breite spur schwarzen Goldes an der Wange. Sie hatte immerhin mit dem Kopf auf ihrem Arbeitstisch gelegen. "Wie kann ich'n helfen?"
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